Die gestörte Pankreasfunktion - Histamin-Intoleranz

Ursache - Symptome - Therapie


ICD Code T 78.1 Sonstige Nahrungsmittelunverträglichkeit, anderenorts nicht klassifiziert


Um zu verstehen, wie eine gestörten Pankreasfunktion mit der Bildung eines gestörten Mikrobioms zusammenhängt, das bei intestinaler (zum Darmkanal gehörend) Histaminintoleranz eine Rolle spielt, empfehle ich den Blog-Artikel "Die gestörte Pankreasfunktion - Pankreas-Darm-Hirn-Achse" zu lesen, in dem zu erfahren ist, wie eine exokrine Pankreas-Insuffizienz sich auf das Darm-Mikrobiom auswirkt.



Histamin- Intoleranz


Millionen von Menschen leiden nach dem Genuss bestimmter Nahrungsmittel unter Magen-Darm-Problemen, Durchfällen, Tachykardie, Migräne, Reizungen der Nasenschleimhaut, Hautrötungen oder anderen allergieähnlichen Symptomen. Zuviel Histamin im Körper kann für diese Symptome verantwortlich sein. Histaminintoleranz (HIT) tritt auf, wenn der Organismus mit der Nahrung aufgenommenes oder aus körpereigenen Zellen freigesetztes Histamin nicht rasch genug abbauen kann.


Histamin gehört zu den biogenen Aminen und findet sich unter anderem in erhöhter Konzentration in Mastzellen, weiße Blutkörperchen (basophilen Granulozyten) sowie in Histamin speichernden Zellen der Bronchial- und Magen-Darm-Schleimhäute, in Nervenzellen, Zellen der Oberhaut und in Pankreaszellen. In diesen Zellen wird Histamin an Heparin gebunden gespeichert und bei IgE-vermittelten allergischen Reaktionen vom „Soforttyp“ (Typ I) z.B. Lebensmittel- oder Insektengift-Allergien oder im Rahmen einer Immunantwort z. B. bei einem Endotoxin-bedingten Schock freigesetzt, ist also ein zentraler Bestandteil der menschlichen Immunabwehr und hat als biochemischer Wächter eine essentielle Schutzfunktion vor Viren, Parasiten und anderen Bedrohungen. Histamin wirkt als Gewebshormon, Neurotransmitter und Botenstoff (biochemische Signalübertragung.


Der Körper ist in der Regel fähig, grössere Mengen extern zugeführten Histamins und anderer biogener Amine zu tolerieren. Der Abbau von Histamin erfolgt durch HNMT (Histamin-N-Methytransferase) DAO (Diaminoxidase). Im Magen-Darm-Trakt wird Histamin durch die Diaminooxidase (DAO) abgebaut. DAO gehört zur Gruppe der Enzyme und wird in den Darmepithelzellen des Dünndarms (terminales Ileum), den Nieren, der Plazenta, Leber und weiße Blutzellen gebildet.


Die gestörte Pankreasfunktion als Ursache für Histamin-

intoleranzen


Werden zu wenig Verdauungssäfte und -sekrete gebildet, liegt eine exokrine Pankreasinsuffizienz vor. Der Darm kann die Nährstoffe nicht mehr resorbieren, weil sie nicht in ihre Bestandteile aufgebrochen und teils unverdaut ausgeschieden werden. Bis zu einem gewissen Maße übernehmen Darm-Bakterien die Verdauung, wodurch Fäulnis-Prozesse in Gang gesetzt werden. Durch die Veränderungen im Darm-Milieu sind die anaeroben Symbionten der Darmflora im Vorteil und vermehren sich rasant. Sie verdrängen andere Keime und die Zusammensetzung des Mikrobioms verändert sich. Die so entstehende Dysbiose verursacht eine Reihe anderer Krankheiten. Verschiedene Spezies der Darmflora wie Hafnia alveii, Lebsiellen, Enterobacter, Serratia, Citrobacter, E.coli oder Morganella in Abhängigkeit Ihrer Stoffwechselfähigkeiten für die Synthese, aber auch für die Inaktivierung von Histamin verantwortlich.


Letztlich führt auch ein ungünstiger intestinaler pH-Wert – wie bei allen Enzymen – zu einer Beeinträchtigung der Histaminase-Aktivität. Zur Vermeidung der Bildung biogener Amine im Darm ist

also eine vollständige Verdauung der Nahrungseiweiße unerlässlich. Unter den Bedingungen der exkretorischen Pankreasinsuffizienz, die auch mit einer Verminderung von pankreatischem Bicarbonat verbunden ist, ist somit die Zufuhr von Basen per se sinnvoll, um die Verdauungsenzyme sowie die Histaminase hinreichend zu aktivieren und den Basenmangel auszugleichen.


Histaminase (DAO, Diaminoxidase) hat die Aufgabe, Histamin zu inaktivieren. Ein Histaminasedefizit zieht also eine erhöhte Histaminkonzentration im Darmlumen nach sich. Von besonderem Interesse sind in diesem Zusammenhang die Mikronährstoffe Magnesium, Zink und Vitamin B6, da sie als Co-Faktoren für Bildung der Histaminase bzw. für die Bindung von Histamin essentiell sind. Die genannten Elemente sind nicht nur bei Patienten mit einer exokrinen Pankreasinsuffizienz hinsichtlich einer optimalen Versorgung als kritisch anzusehen, sondern gelten allgemein als „Problemnährstoffe“. Ähnlich wie ein sekundärer Lactasemangel kann sich bei Patienten mit latent entzündlichen Darmschleimhautveränderungen – z.B. im Rahmen von Infekten oder bei nahrungsmittelallergischen Reaktionen – ein sekundäres Histaminasedefizit entwickeln - eine erhöhte Freisetzung durch eine mangelnde Bindungsfähigkeit von Histamin an Heparin aufgrund eines Zinkmangels.


Mit unseren Sinnen zu erkennen ist dieser Prozess an einem extrem üblen Kot-Geruch (Fäzes-Geruch).


Krankhafte Reaktionen durch Histamin können durch drei Phänomene verursacht werden:


eine erhöhte Freisetzung durch eine mangelnde Bindungsfähigkeit von Histamin an Heparin

  • aufgrund eines Zinkmangels

  • eine Instabilität der Mastzellmembranen aufgrund der Einwirkung freier Radikale und Xenobiotika, thermischer und/ oder mechanischer Einflüsse

  • Nahrungsmittel, die als Histaminliberatoren (setzen frei) fungieren (Farbstoffe)

  • allergische Reaktionen vom Soforttyp

  • ein Ungleichgewicht des Darm-Mikrobioms in Kombination mit vermehrt unverdauten Nahrungseiweißen und -fetten -> erhöhte IgE Titer

  • Histaminliberatoren (Medikamente)*

ein verminderter Histaminabbau

  • durch eine erhöhte Histaminresorption aufgrund eines verzögerten Abbaus von Histamin in der Darmwand

  • Mangel an Histamin abbauenden Enzymen (z. B. durch die Einwirkung von Zigarettenrauch oder Alkohol)

  • Unterversorgung von Vitaminen und Spurenelementen wie Vitamin D3-, Zink-, Magnesium- und/oder Vitamin B6

  • durch mangelhaft gebildetes DAO, z. B. durch Medikamente, die als DAO-Inhibitoren* agieren, Insuffizienz DAO bildender Zellen

eine erhöhte Histaminzufuhr durch

  • histaminreiche Nahrungsmittel

* Liberatoren setzen frei, Inhibitoren verhindern die Bildung und Ausschüttung von Stoffen wie DAO oder Histamin.



Therapeutische Maßnahmen


Prä-, Pro- und Synbiotika, also lebende, gesundheitsfördernde Bakterien und Ballaststoffe, die das Wachstum solcher Bakterien fördern, die in zu geringer Menge vorhanden sind und so zu einem mikrobiotischen Gleichgewicht beitragen. Dabei ist es wichtig, dass zu jedem Präparat und zu jeder Fragestellung qualitativ gute Studienergebnisse vorliegen. Zusätzlich muss beachtet werden, dass es nicht DAS Probiotikum gibt – genausowenig wie es DAS Antibiotikum gibt. Jeder untersuchte Stamm kann spezifische Wirkungen haben – wenn ein Bakterien-Stamm bei einer bestimmten Indikation keine Wirkung zeigt, kann daraus nicht geschlossen werden, dass die gesamte Gattung unwirksam ist.


Dazu notwendig ist vor der Gabe von Prä-, Pro- und Synbiotika die exakte Bestimmung des Mikrobioms durch Stuhlanalyse. Diese Analysen müssen in regelmäßigen Abständen vorgenommen werden, um die Behandlung des zum Darmkanal gehörenden Mikrobioms, das weiterhin chronisch belastet wird, zu überprüfen und die Behandlung dementsprechend anzupassen.


Histaminarme Ernährung


Wer sensibel auf Histamin reagiert, sollte verstärkt darauf achten, was auf den Teller kommt. Einige Lebensmittel enthalten viel Histamin. Außerdem können wir über die Nahrung Stoffe aufnehmen, die die Ausschüttung von Histamin im Körper begünstigen (Histaminliberatoren), oder solche, die das körpereigene Enzym DAO blockieren.


Diaminoxidase in Form von Kapseln vor dem Essen eingenommen erhöhen die Diaminoxidase im Darm und diese erhöhte Konzentration ermöglicht zumindest zu einem weiteren Teil den Abbau der erhöhten Histaminkonzentration.


Bei gleichzeitiger Fruktose- und Laktoseintoleranz sind auch Lebensmittel zu meiden, die zu einer diätlogischen richtigen Ernährung bei diesen Intoleranzen gehören.


Am Besten beraten sind Sie, wenn Sie sich an die Diätologin / den Diätologen Ihres Vertrauens, ihrer Klinik oder der gesetzlichen Kassen, z.B. ÖGK wenden.


Vitaminstatus / Vitaminsupplementation


Calcium vermindern die Ausschüttung von Histamin. Zur Aufrechterhaltung der Calcium-Spiegel ist Vitamin D3 essentiell. Vitamin D3 stärkt außerdem die Darmschleimhaut und hemmt die Freisetzung von Histamin (Inhibator) aus den Mastzellen. Vitamin C spielt eine Rolle in der Kontrolle des Histaminspiegels im Blut, da es die Ausschüttung von Histamin hemmt. Oligomere Proanthocyanidine (OPC) hemmen die Freisetzung von Histamin. Vitamin B6 wird für die Bildung des Enzyms DAO benötigt, welches zum Histaminabbau im Körper beiträgt. Kupfer ist Bestandteil des Enzyms DAO und daher ebenfalls wichtig für den Abbau von Histamin. L-Glutamin, Vitamin B2 und Biotin haben einen positiven Einfluss auf die Darmschleimhaut. Dazu kommen die


Statement 9 – 2-9 - Ein Defizit an Vitaminen und Spurenelemente soll gezielt ausgeglichen werden. [Evidenzgrad 2b, Empfehlungsgrad A, Konsens]


Kommentar - Patienten mit chronischer Pankreatitis und exokriner Pankreasinsuffizienz nehmen weniger an Vitaminen und Spurenelemente zu sich, als für die tägliche Zufuhr empfohlen. So wurden gehäuft Mangelzustände für die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K sowie für Kalzium, Magnesium, Zink, Thiamin und Folsäure nachgewiesen. Eine verminderte Zufuhr wurde auch für Riboflavin, Cholin, Kupfer, Mangan, Schwefel beschrieben. Die Aufnahme von Vitamin C und Selenium lag innerhalb der empfohlenen Tageswerte, war aber geringer als bei gesunden Kontrollpersonen [92, 93, 373].


Erfreulicherweise wird dieser behandlungswürdige Komponente in der Behandlung von Kindern bereits seit langem Aufmerksamkeit geschenkt. Für erwachsene Betroffene sieht es diesbezüglich bis dato jedoch düster aus.


Vor allem der Vitamin D Spiegel ist hier als kritischer Faktor zu erwähnen, da der Vitamin D Bedarf Betroffenen einer Chronischen Pankreatitis um ein Vielfaches erhöht ist.


Wichtig beim Ausgleich von Mikronährstoffen, insbesondere dem Ausgleich von Vitamin D3 ist: unbedingt unter ärztlicher Kontrolle und regelmäßigen Labor-Screenings! Denn ein Zuviel kann ebenfalls die Gesundheit schädigende Folgen nach sich ziehen.


Pankreas-Enzym-Substituion


Bei mittleren und schweren exkretorischen Pankreasschwächen ist eine Substitution von 20.000 bis 100.000 Einheiten Lipase pro Mahlzeit erforderlich. Allerdings gilt gerade bei schweren Insuffizienzen zu beachten, dass sich die Wirkung der substituierten Enzyme nur dann optimal entfalten kann, wenn im Bereich des Duodenums ein alkalisches Milieu vorherrscht. Somit macht es Sinn, neben der Enzymsubstitution Basen z. B. in Form von Natriumhydrogencarbonat zu verabreichen.


Entscheidend für die Wirkung und das Ausbleiben von Nebenwirkungen bei der oralen Basenzufuhr ist eine magensaftresistente Verkapselung (bicanorm®, Fresenius). Dieser Aspekt ist deshalb von besonderer Bedeutung, weil die Magensäure durch Nariumhydrogencarbonat in Kohlendioxid und Kochsalz umgewandelt wird. Die hieraus entstehende Anazidität des Magens verstärkt die gastroin-

testinalen Störungen mit der Folge einer unzureichenden Verdauung und Verweildauer der Speisen im Magen Entscheidend für die Wirkung und das Ausbleiben von Nebenwirkungen bei der oralen Basenzufuhr ist eine magensaftresistente Verkapselung (bicanorm®, Fresenius ). Dieser Aspekt ist deshalb von besonderer Bedeutung, weil die Magensäure durch Nariumhydrogencarbonat in Koh-

lendioxid und Kochsalz umgewandelt wird. Die hieraus entstehende Anazidität des Magens verstärkt die gastrointestinalen Störungen mit der Folge einer unzureichenden Verdauung und Verweildauer der Speisen im Magen.


Vermeiden Sie Stress!


Denn Stress führt zu Histaminausschüttung. Tun Sie, was Ihnen gut tut! Hören Sie Musik, gehen Sie in die Natur, lassen Sie sein, was Ihnen schadet, tun Sie mehr von dem, was immer Ihnen Freude bereitet Kommen Sie in die Selbsthilfe-Gruppen von Pankreatitis Austria. In Zeiten wie diesen treffen wir uns in der facebook-Gruppe. Sobald die Möglichkeit gegeben ist, dass wir uns persönlich und leibhaftig treffen, wird das in einem Blogbeitrag angekündigt.


Mit Menschen zu sein, vor denen man sich nicht erklären und nichts rechtfertigen muss und die Ihre Erfahrung in der Bewältigung der Erkrankung teilen, hilft unendlich. Gönnen Sie sich psychotherapeutische Unterstützung. Die Bewältigung der Erkrankung ist eine Herausforderung, die Sie nicht alleine bewältigen müssen.


Medikamente Histaminliberatoren - DAO-Inhibitoren

Medikamente HIT
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Meiden Sie Medikamente, die als Histaminliberatoren oder DAO Inhibitoren wirken.


Sobald eine aktualisierte Liste aller zu meidenden Medikamente bei HIT vorliegt, wird diese publiziert.

Anmerkung: laut Liste wirken ALLE Röntgenkonstrastmittel als Histaminliberatoren. Wie ein enger Mitarbeiter von Prof.Dr.Jarisch, Priv.Doz.Mag.Dr.Wöhrl bestätigt, ist diese Aussage überholt.



Diagnose


Mikronährstoff-Screen im Vollblut (Kalium, Calcium, Magnesium, Mangan, Molybdän, Kupfer, Eisen, Zink, Selen, Vitamin B6)

Einzelne Parameter dieser Bestimmung sind bis heute von Betroffenen selbst zu bezahlen.

Die Bestimmung der Pankreas-Elastase

deckt sehr gut schwere und mittelgradige Pankreasinsuffizienzen auf. Bei leichteren Fällen ist es schwieriger. Da es Patienten gibt, die auch bei einer leichten exkretorischen Insuffizienz eine Malnutrition entwickeln, ist eine weitere Abklärung erforderlich. Mittels Bestimmung der Verdauungsparameter und anhand der klinischen Symptome ist auch bei diesen Betroffenen und mittels einer Mikronährstoff -Analyse eine Diagnostik möglich.



Mögliche Symptome

Welche Symptome sich im Einzelfall zeigen, hängt sehr von der persönlichen Histaminschwelle und dem individuellen Histaminspiegel ab.

Im Magen ist Histamin an der Regulation der Magensäureproduktion und über seine erregende Wirkung auf die glatte Muskulatur an der Motilität beteiligt. Die durch Histamin vermittelte Steigerung der Magensäureproduktion führt unbehandelt zu Erkrankungen des Magens (akute / chronische Gastritits) und der Speiseröhre und bereitet den Nährboden für eine zunehmende Entgleisung des Darm-Mikrobioms. Chronische Hyper-Histaminose ist ein möglicher Auslöser für das Reizdarm-Syndrom.


Nachfolgende Symptome sind Beschreibungen eines Mastzellenaktierungssyndroms. Da dieses mit chronische überschießenden Histaminspiegeln einhergeht, sind die Symptome einer Histaminintoleranz als Folge einer gestörten Pankreasfunktion, einer exokrinen Pankreasinsuffizienz, vielfach ähnlich oder gleich.


Magen-Darm-Trakt

  • Verdauungsbeschwerden, Blähungen, Bauchweh, Magen­stechen, Magen- und Darm­krämpfe

  • Durchfall, seltener Verstopfung

  • Sodbrennen, Magenbrennen, aufstossende Magen­säure (gastro­ösopha­galer Reflux)

  • Gastritis, Ulkus (Magengeschwür)

  • Reiz­darm­syndrom

  • Übelkeit, Erbrechen

  • Symptome, die einer Magen-Darm-Grippe (Gastro­enteritis) ähneln

Herz-Kreislaufsystem

  • Blutdruckabfall, niedriger Blutdruck (Hypotonie)

  • Herzrhythmusstörungen ("Herz­stolpern"), Herzklopfen, Erhöhung der Herz­frequenz (Tachy­kardie), Herzstolpern

  • Panik­attacken

Haut, Schleimhäute, Atemwege

  • Anschwellen der Nasen­schleim­haut, laufende Nase (Rhinitis, Rhinorrhö) speziell bei Einnahme von Mahl­zeiten, auch unabhängig von Art und Histamin­gehalt der Mahlzeit, evtl. verstärkt durch Kälte/­Rauch/­Smog/­Düfte

  • Starkes Schwitzen, Schweiss­aus­brüche, nächt­liches Schwitzen, Schweiss­füsse/-hände, Hitze­wallungen

  • Erröten des Gesichts nach Mahl­zeiten ("Flush"), Hitze­gefühl, Gesichts­haut fühlt sich leicht entzündet an

  • Hautunreinheiten im Gesicht, Akne, Pickel, Mitesser, Talg-Über­produktion, fettige Haut

  • Ausschläge, Hautrötungen, Ekzeme, Nessel­sucht (Urtikaria), Juckreiz z.B. juckende Kopfhaut, juckende Narben

  • Reibeisenhaut (Keratosis pilaris): Oberarme, manchmal auch Ober­schenkel, Gesicht etc. sind übersät mit kleinen roten Pünktchen/­Pickeln, vereinzelt verhornt oder eitrig

  • "Sonnenallergie": Haut wird an der Sonne schnell rot, am Folge­tag ist aber der "Sonnen­brand" wieder weg.

  • Trockene Lippen

  • Trockene Augen - Sicca Syndrom

  • Konjunktivitis - Augenentzündung, chronisch

  • Vaginosen - bakteriell (Scheidenentzündungen)

  • Aphthen (sprich: Aften): Mikro­verletzungen der Mund­schleim­haut. Nebst der Mund­schleim­haut können auch einzelne Papillen auf der Zunge schmerzen wie eine Aphthe (brennen)

  • Chronischer Husten, ständiger Husten­reiz, trockener Reiz­husten, Bronchitis, gereizte Bronchien

  • Auswurf: zäher Schleim zum Abhusten, häufiges Räuspern, belegte Stimm­bänder, besonders nach üppigen Mahlzeiten (ähnlich einer Muko­viszidose)

  • Ödeme (=Schwellungen auf Grund von Flüssigkeits­ansamm­lungen im inter­stitiellen Gewebe), z.B. geschwol­lene Augen­lider, Wasser in den Beinen

Nervensystem

  • Kopfschmerzen, Migräne, Druck­gefühl im Kopf, Schwin­del­gefühl, schmerzhaftes Entzündungs-, Hitze- und Druck­gefühl,

  • Müdigkeit, Energielosigkeit, Antriebs­losigkeit, Erschöp­fungs­zustände

  • Schlaflosigkeit, Einschlaf- und Durch­schlaf­störungen

  • Konzentrationsstörungen, Denknebel, Lang­samkeit

  • Vergesslichkeit, eingeschränk­tes Abrufen von Erinne­rungen

  • Lärmempfindlichkeit, Bedürfnis nach Ruhe und Ereignis­losig­keit, Anfällig­keit für Reiz­über­flutung

  • Stressanfälligkeit, verminderte Belast­barkeit, Burnout-Gefühl (Gefühl von geistiger / nervlicher Erschöp­fung oder Überar­beitung)

  • Hüsteln, besonders in Stress­situationen

  • Nervosität (auch ohne äusseren Anlass), Unruhe, Kribbeln, Gefühl einer Koffein-Über­dosis

  • Muskelkrämpfe, Muskelzuckungen

  • depressive Verstim­mungen, Depres­sionen (oft ohne erkenn­baren Grund)

  • Zentrale und/oder periphere psychi­atrische und ­neurolo­gische Störungen, z.B. Persön­lichkeits­verände­rungen

Hormonsystem

  • Menstruationsbeschwerden: Dysmenorrhoe (=Regel­schmerzen, Menstruations­schmerzen), Zyklus­störungen

  • Endometriose

  • Entwicklungsstörungen, Gedeih­störungen

Entzündungsanfälligkeit, Immun­system

  • Erhöhte Infektanfälligkeit, häufig krank

  • Erhöhte Entzündungsanfälligkeit, entzünd­liche Stellen/­Bereiche

  • Halsschmerzen

  • Heiserkeit

  • Grippeähnliche Symptome ohne klaren Krankheits­ausbruch, andauerndes Krankheits­gefühl, Glieder­schmerzen

  • Nebenhöhlenentzündungen (=Sinusitis): Stirn­höhlen­entzün­dung, Kiefer­höhlen­entzün­dung, Entzün­dungen anderer Neben­höhlen wie Keilbein­höhle oder Sieb­bein­höhle

  • Klossgefühl im Hals

  • Bindegewebsentzündung: Gewebe­stellen unter der Haut mit Entzün­dungs­schmerz oder Druck­empfind­lichkeit

  • Schmerzende/­brennende Harnblase, Harn­drang, häufiges Wasser­lassen (ähnlich wie bei bakterieller Blasen­entzün­dung)

  • Augenbrennen, Augenbinde­haut­entzün­dung, gerötete kratzende Augen, tränende Augen, Konjunkitivitis (Augenentzündung, chronisch), Sicca Syndrom

  • In den Augeninnenwinkeln oder in den Mund­winkeln sammelt sich gelb­weisses Material

  • Schleiersehen, getrübter Blick

Myalgien

  • Fibromyalgie

  • Ganzkörpermyalgien vor allem im Brustkorbbereich - Rücken­schmerzen / Rücken­muskulatur schmerzt ähnlich wie Zerrung/­Muskelkater (Muskel­rheuma, Muskel­entzün­dungen)

  • Gelenkschmerzen

  • Knochenschmerzen

  • Sehnen- oder Gelenk­probleme

  • Zeitweise auftretende Zahnschmer­zen, Kieferschmerzen

  • Herpes Schübe oder herpes­ähnliche Symptome wie nicht oder nur schlecht abheilende Hautrisse in den Mund­winkeln


An wen kann man sich wenden?

Grundsätzlich sind sowohl Gastroenterolog*innen als auch Allergolog*innen für Diagnostik und Behandlung dieser möglichen Folge einer Chronischen Pankreasinsuffizienz Ansprechpartner*innen. Eine Linderung der Symptome, auch eine zeitweilige Vermeidung der Symptome ist durch strenge diätologische Ernährung und durch Medikamente wie Antihistaminika möglich.


Wenn Sie wissen, an wen man sich mit dieser speziellen Form der Histaminintoleranz wenden kann: schreiben Sie eine Email. Ihre Information wird dazu beitragen, das Leben von Histaminose-Betroffenen zu erleichtern!

Ihre Informationen werden unter Nennung Ihres Namens (Ehre, wem Ehre gebührt), wenn Sie das nicht wollen, auch ohne, veröffentlicht.




Die meisten Pankreas-Kompetenz-Zentren verfügen über eine große Ressource unterschiedlicher medizinischer Spezialisierungen. Eine interdisziplinäre Akut- und Langzeitbehandlung Betroffener zu aktivieren, ist ein verhältnismäßig kleiner Schritt für eine Klinik, aber ein großer und bedeutender für Betroffene!


HELFEN SIE

LEID ZU VERMINDERN,

NOCH BESSER: HELFEN SIE

LEID ZU VERMEIDEN!



Es heißt, es sei für alles ein Kraut gewachsen. Daher glaube ich fest daran, dass es auch Hilfe gibt für diejenigen, die an diesen Folgen einer Pankreatitis leiden.


Ich glaube fest daran, dass es Ärztinnen und Ärzte gibt, die bereit sind, zu helfen!


Doris Lang

Selbst Betroffene, Obfrau







Literatur

  • Biogene Amine, Ernährungs Umschau - Fachzeitschrift für Ernährungswissenschaft

  • Inflammatio Akademie Nahrungsmittelallergien vom Typ I bis Typ IV Dr. med. Volker von Baehr Institut für Medizinische Diagnostik Berlin

  • Störungen der Bauchspeicheldrüsenfunktion, Studylib, GanzImmun AG

  • Springer - Erkrankungen des Pankreas : Evidenz in Diagnostik, Therapie und Langzeitverlauf

  • Ärzteblatt.de - Schwerpunkt: Motilitätsstörungen im Verdauungstrakt

  • Informationssammlung zu systemischen Mastzellaktivierungserkrankungen (Mastozytose, Mastzellaktivierungssyndrom MCAS), für Betroffene und Fachpersonen

  • Schweizer Interessensgemeinschaft Histamin-Intoleranz (SIGHI)

  • Waldkrankenhaus Marien / D

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