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Durch den Arzt / die Ärztin feststellbare Symptome mittels klinischer Chemie - ein Bereich der Medizin, bei der mittels Laboruntersuchungen verschiedene Werte im Blutserum bestimmt werden, die auf eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse hinweisen.

Bei einer Pankreatitis sind die Entzündungsparameter im Blutserum erhöht. Insbesondere die Anzahl der weißen Blutzellen (Leukozyten) ist erhöht, die Blutsenkungs-Geschwindigkeit (BGS) und das C-reaktive Protein (CRP) sind erhöht, so auch der Fibrinogenwert (bei akuten Entzündungen).

Erst ein dreifach erhöhter Normwert von Lipase und Amylase gilt als bedenklich. Normalerweise liegt die Amylase-Konzentration im Blutserum Erwachsener unter 110 Units pro Liter (U/l) und die Lipase-Konzentration bei 67 U/l. In Abhängigkeit von der Labormethode können auch andere Normalbereiche gelten. Zahlreiche Krankheiten, aber auch viele Medikamente können ebenfalls vorübergehende oder leichte Anstiege von Amylase und Lipase verursachen. Das Ausmaß der Enzymentgleisung (höher als der dreifache Wer) sagt nichts über die Schwere der Erkrankung aus sondern zeigt nur, dass die Bauchspeicheldrüse betroffen ist. 

IgG2 und IgG4 Marker (Titer)sind der Antikörpernachweis zum Nachweis einer AutoimmunerkrankungImmunglobulin M (IgM) ist ein sogenannter "Antikörper", also ein Bestandteil des Immunsystems. Neben IgM gibt es noch die Immunglobuline IgA, IgD, IgE und IgG, die alle ihre eigenen Aufgaben erfüllen. Immunglobuline sind Eiweiße, die wie ein "Y" geformt sind. Sie können Viren, Bakterien und andere Fremdstoffe (sogenannte "Antigene") ergreifen und unschädlich machen. Spezifische IgM und spezifische IgG Marker sind Antikörpernachweis zum Nachweis von Viren (z.B Mumps), die das Organ angreifen und eine Pankreatitis auslösen können.

Bilirubinerhöhte Werte können Auskunft über eine Beteiligung der Gallenwege geben.

Elastasewerte: Die Elastasewerte im Stuhl können deutlich erhöht sein.

Durch Bildgebenden Verfahren wie Sonographie (Ultraschall), Computertomographie, MRT bzw. MRCP, Endosonographie und ERCP lassen sich unter anderem Gangverengungen, Zysten und Schwellungen (Tumoren), erkennen und genau beschreiben. Mehr dazu hier >

Die wahrnehmbaren Symptome einer Chronischen Pankreatitis (Klinik) sind von der Ursache der Erkrankung, dem Stadium der Erkrankung und der Art des eigenen Organismus, auf die Erkrankung zu reagieren, abhängig.

Durch den entzündungsbedingten Verlust von enzymproduzierenden Pankreas Zellen kommt es früher oder später zu einem 

Verdauungs-Enzyme Mangel, einer exokrinen Insuffizienz. Als Folge (Komorbidität) der exokrinen Insuffizienz kommt es häufig zu einem Mangel an Folsäure, Kalzium und einem Mangel der fettlöslichen Vitamine A, D, E, K. Ein Mangel an Elektrolyten (z. B. Magnesium und Kalzium) äußert sich vor allem durch Muskelkrämpfe und Knochenschmerzen. Typische Symptome sind außerdem Blässe, Abgeschlagenheit und verminderte Leistungsfähigkeit. Eine Folge einer Fettverdauungsstörung durch mangelnde Enzyme sind fettglänzende, aufgetriebene Stühle und Verdauungsstörungen. Als weitere Folge der exokrinen Insuffizienz können sich eine Histaminintoleranz und/oder eine Fructosemalabsorption entwickeln, die ihrerseits zu Vitamin- und Spurenelemente Mangel führen.

Besteht ein Verlust endokriner Zellen, kommt es zu einem Mangel an Pankreas-Hormonen, unter anderem einem Insulin- und Ghrelinmangel, zu einer endokrinen Insuffizienz und zur Folgeerkrankung Diabetes Mellitus Typ 3cHäufige Symptomeeines Diabetes sind: dauerndes Durstgefühl, häufiges Urinieren (auch nachts), Appetitlosigkeit oder Heiß-hunger, Gewichtsverlust oder Gewichtszunahme, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, psychische Probleme, nachlassende Sehstärke, Juckreiz, Potenzstörungen bei Männern, sexuelle Lustlosigkeit, Muskelkrämpfe, schlecht heilende Wunden, häufige Infektionen und Empfindungsstörungen (z.B. von Druck oder Temperatur).

Die Zellen des Körpers sind zur Energiegewinnung auf Glukose angewiesen. Bei Diabetes bzw. bei Insulinmangel ist jedoch die Aufnahme von Zucker in die Zellen gestört; die Zellen müssen ihren Stoffwechsel daher auf andere Energiequellen umstellen. Zunächst werden die körpereigenen Reserven, die Glukosespeicher, geleert. Danach wird auf die Fettreserven zurückgegriffen, um Energie zu gewinnen, d.h. der Körper beginnt, Triglyceride und Aminosäuren zu verstoffwechseln. Dabei entstehen sogenannte Ketonkörper, die von den Zellen teilweise als Energielieferant genutzt werden können. Bei dauerhaftem Insulinmangel fällt jedoch eine so große Menge an Ketonkörpern an, dass es zu einer schweren Stoffwechselentgleisung kommen kann: Die Ketonkörper bewirken eine Übersäuerung des Blutes (metabolische Azidose), die als Folge einer Diabetische Ketoazidose zur Bewusstlosigkeit führen und lebensbedrohlich sein kann.

Symptome einer Hypoglykämie, einer sogenannten Unterzuckerung (hypo : unter im Gegensatz zu hyper : über) sind insbesondere Schwitzen, Zittern, Heißhunger und Herzklopfen. Fällt der Blutzuckerspiegel noch weiter ab, kommt es zu Benommenheit, psychischen Veränderungen und Sehstörungen bis hin zu Krampfanfällen, Bewusstlosigkeit und Koma.   

Quelle: www.gesundheit.gv.at

Überblick der Symptomen und Anzeichen einer Pankreatitis, die auftreten können, wobei es Krankheitsverläufe gibt, bei denen sich die wahrnehmbaren Symptome auf Blähbäuche (Meteorismus), Blähungen (Flatulenz) und einen sogenannten Gummibauch "beschränken".

  • Leichte bis schwere Schmerzen in Magenhöhe, die sich unter Umständen ringförmig um den Bauch ausbreiten und in den Rücken ausstrahlen. Sie treten meist einige Zeit nach dem Essen auf, können jedoch auch ohne ersichtlichen Grund auftauchen. Bei allen Formen der Pankreatitis kann der Schmerz in allen Formen der Intensität in die Schulter ausstrahlen. Die spät beginnende idiopathische Form der Erkrankung bei Erwachsenen verläuft oft schmerzfrei.

  • ein sogenannter Gummibauch, der auch bei leichtem Druck bestehen bleibt

  • Blähbäuche (Meteorismus) und Blähungen (Flatulenz)

  • Übelkeit

  • Erbrechen

  • Übelkeit

  • Durchfall

  • Appetitlosigkeit

  • Gewichtsverlust

  • erhöhte Temperatur und Fieber

  • Schüttelfrost (Frösteln)

  • Tachykardie - schneller Herzschlag durch Hypoglygemie

Eine akute Pankreatitis macht sich anfangs durch einen akut auftretenden, heftigen Schmerz im Oberbauch (Epigastrium), der oft gürtelförmig in den Rücken ausstrahlt, bemerkbar. Charakteristisch bei der körperlichen Untersuchung sind ein druckschmerzhaftes Abdomen und ein sogenannter Gummibauch, der durch Meteorismus (Blähbauch) und (mäßige) Abwehrspannung bedingt ist. Ebenfalls kann es zu Schmerzen im unteren Bereich der Brustwirbelsäule kommen. Dieser Schmerz ist zunächst ähnlich einem leichten Hexenschuss, entwickelt sich aber in der Folge mehr zu einem „Durchstochenwerden“, vom Rücken her hin zum Bereich des Pankreaskopfes auf der linken Bauchseite. Die Schmerzen werden begleitet von Übelkeit und Erbrechen.

Weitere Symptome sind unter anderem Verstopfung (Obstipation) und Fieber; in schweren Fällen treten bei Verlegung der Gallenwege Gelbsucht (Ikterus), Bauchwassersucht (Aszites), sympathische Reizergüsse durch Gifte, die von der Leber nicht abgebaut werden können (bei Verlegung des Pfortadersystems), durch Exsudat (eiweißhaltige Flüssigkeit, die bei Entzündungen aus den Gefäßen austritt) verursachte Pleuraergüsse  sowie Schockzeichen (Unruhe, Angst, Blässe, Zittern, Frieren, Schüttelfrost, Kaltschweißigkeit. Bei manchen Schockformen: warme, gerötete Haut). Bei fortgeschrittenem Schock: Apathie, Bewusstlosigkeit. Weitere Anzeichen für eine schwere Akute Pankreatitis sind Sepsiszeichen (Blutvergiftung) . Bei einem schweren Verlauf beobachtet man mitunter auch bläulich-grünliche Flecken (Ekchymosen) um den Bauchnabel herum (Cullen-Zeichen) oder auch im Flankenbereich (Grey-Turner-Zeichen).

Labordiagnostisch lassen sich eine erhöhte Serumkonzentration der Pankreasenzyme Trypsin, Amylase und Pankreaslipase nachweisen, wobei aber kein Zusammenhang zwischen dem Ausmaß der Enzymentgleisung und der Schwere der Erkrankung besteht. Auch die Magnesium-, Natrium-, Kalium-, Hydrogencarbonat-, Zucker- oder Fettwerte im Blut können genauso erhöht sein wie die Leukozytenzahl (Leukozytose). Das Serum-Calcium ist gelegentlich vermindert.

 

Ungefähr 20 % der akuten Pankreatitis-Fälle sind sehr schwerwiegend.